Wer ein verdächtiges Loch unter der Terrasse, neben dem Kompost oder am Gartenhaus entdeckt, sieht häufig nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Rattenbaus. Besonders Wanderratten legen unterirdische Gangsysteme an, deren weitere Öffnungen zwischen Pflanzen, an Mauern oder unter Gegenständen verborgen sein können. Deshalb lässt sich aus einem einzelnen sichtbaren Rattenloch weder die Größe des Baus noch die Zahl der darin lebenden Tiere zuverlässig ableiten. Beim Thema Rattenbau Wie viele Eingänge ein solcher Bau tatsächlich hat, lässt sich daher keine feste Zahl nennen. Ebenfalls lesenswert: Rattenbau ausräuchern.
Kurzantwort: Ein Rattenbau besitzt normalerweise nicht nur einen Zugang. Bei Wanderratten sind mindestens zwei Öffnungen typisch, während deutsche Fachliteratur für einen frisch angelegten Wohnbau häufig 3 bis 5 Eingänge beschreibt. Größere und länger genutzte Gangsysteme können noch mehr Haupt-, Neben- und Fluchtöffnungen besitzen.
Rattenbau, wie viele Eingänge: Die typische Anzahl im Überblick
Eine feste Zahl gilt nicht für jeden Rattenbau, da dessen Aufbau von Alter, Standort und Nutzung abhängt. Eine wissenschaftliche Arbeit der Tierärztlichen Hochschule Hannover verweist auf Beschreibungen, wonach der typische frisch angelegte Wohnbau eines Rattenpaares etwa drei bis fünf Eingänge besitzt, die sich nach etwa einem Meter wiedervereinigen. Auch ältere deutsche Fachliteratur beschreibt einfache Rattenbaue mit mehreren Zugängen statt eines einzigen Lochs.
Ein noch junger Bau kann zunächst wesentlich einfacher aufgebaut werden. Darstellungen von Wanderrattenbauten zeigen beispielsweise einen deutlich genutzten Haupteingang sowie zusätzliche Fluchtöffnungen, von denen eine sogar leicht mit Erde verdeckt sein kann. Bei weiterer Nutzung können zusätzliche Gänge, Kammern und Ausgänge entstehen, sodass die sichtbare Anzahl der Löcher mit der Zeit zunimmt.
| Situation | Mögliche Zahl sichtbarer Öffnungen | Einordnung |
|---|---|---|
| Sehr einfacher oder neuer Bau | etwa 2 oder mehr | Hauptzugang plus Fluchtöffnung möglich |
| Typischer frisch angelegter Wohnbau | häufig 3–5 | in deutscher Fachliteratur beschrieben |
| Älterer, ausgebauter Bau | mehr als 5 möglich | zusätzliche Gänge und Fluchtöffnungen |
| Nur ein Loch sichtbar | keine sichere Aussage | weitere Öffnungen können gut versteckt sein |
Die Angabe von drei bis fünf Eingängen sollte deshalb als typische Orientierung und nicht als starre biologische Regel verstanden werden. Ein Bau mit zwei erkennbaren Löchern kann ebenso von Ratten stammen wie ein komplexes System mit zahlreichen Öffnungen. Umgekehrt beweist ein einzelnes Erdloch noch nicht, dass sich darunter tatsächlich ein Rattennest befindet.
Warum haben Rattenbaue mehrere Ein- und Ausgänge?

Mehrere Öffnungen verschaffen den Tieren zusätzliche Fluchtwege, wenn ein Teil des Gangsystems gestört wird. Gerade sogenannte Flucht- oder „Bolt“-Löcher können deutlich unauffälliger sein als der regelmäßig genutzte Haupteingang und werden teilweise von Pflanzen, Brettern oder einer dünnen Erdschicht verdeckt. Ein vermeintlich einzelnes Rattenloch kann deshalb lediglich die auffälligste Öffnung eines größeren Systems sein.
Ein weiterer Grund liegt im natürlichen Ausbau des Gebäudes. Ratten können neue Tunnel und Kammern anlegen, wenn ein Gangsystem länger genutzt wird oder sich die darin lebende Gruppe verändert. Dadurch kann aus einem relativ einfachen Bauwerk allmählich ein verzweigtes unterirdisches Netzwerk mit mehreren Zugangspunkten entstehen.
Wie sieht der Eingang zu einem Rattenbau aus? – Rattenbau wie viele Eingänge
Rattenlöcher haben häufig einen Durchmesser von etwa 5 bis 10 Zentimetern, wobei Standort und Untergrund zu Abweichungen führen können. Die Stadt Wiesbaden nennt ebenfalls etwa fünf bis zehn Zentimeter als typische Größenordnung, während internationale Fachinformationen für Wanderratten ebenfalls fünf bis zehn Zentimeter angeben. Ein aktiver Eingang wirkt häufig glatt und festgetreten, weil die Tiere dieselbe Öffnung wiederholt nutzen. Beim Thema Rattenbau wie viele Eingänge ein Bau haben kann, ist außerdem wichtig, dass neben dem sichtbaren Haupteingang weitere Öffnungen verborgen sein können.
Frischer Erdaushub in unmittelbarer Nähe kann auf neue Grabearbeiten hinweisen, ist jedoch nicht an jedem Eingang eindeutig festzustellen.
jedem Ausgang vorhanden. Besonders ein von innen angelegtes Fluchtloch kann wesentlich unscheinbarer sein und kaum sichtbare Erde davor aufweisen. Alte, nicht mehr benutzte Öffnungen können dagegen Laub, Bewuchs, Spinnweben oder andere Ablagerungen zeigen.
An diesen Stellen im Garten liegen Rattenbaue besonders häufig.
Entlang von Haus- und Gartenmauern.
Unter Terrassen und befestigten Flächen.
Unter Gartenhäusern und Schuppen.
An Böschungen und Grundstücksrändern.
Unter dichter Vegetation.
In der Nähe von Kompost- und Müllplätzen.
Rund um Tierhaltung oder offen zugängliches Tierfutter.
In anderen geschützten Bereichen mit Nahrung und Wasser.
Wer ein verdächtiges Loch unter der Terrasse, neben dem Kompost oder am Gartenhaus entdeckt, sieht häufig nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Rattenbaus. Besonders Wanderratten legen unterirdische Gangsysteme an, deren weitere Öffnungen zwischen Pflanzen, an Mauern oder unter Gegenständen verborgen sein können. Deshalb lässt sich aus einem einzelnen sichtbaren Rattenloch weder die Größe des Baus noch die Zahl der darin lebenden Tiere zuverlässig bestimmen. Beim Thema Rattenbau lässt sich die Anzahl der Eingänge eines solchen Baues daher nicht festlegen.
Ein Loch allein sollte trotzdem nicht zur vorschnellen Bestimmung führen. Wühlmäuse, Kaninchen und andere Tiere können ebenfalls Öffnungen im Garten hinterlassen, während Steinmarder normalerweise kein eigenes tiefes unterirdisches Gangsystem anlegen. Eine ausführliche Abgrenzung bietet der Heimszene-Ratgeber „Marderlöcher im Garten richtig erkennen“.
Hauptzugang oder Fluchtloch: Woran erkennt man den Unterschied?
Der Haupteingang wird häufiger benutzt und kann deshalb stärker geglättete oder festgetretene Ränder aufweisen. Ein Fluchtloch kann dagegen etwas versteckter liegen und zeitweise durch lockeres Material oder eine dünne Erdschicht kaschiert sein. Diese Unterschiede sind nützlich, aber nicht so eindeutig, dass sich jede Öffnung allein anhand ihres Aussehens sicher zuordnen lässt.
| Merkmal | Häufig genutzter Eingang | Mögliches Fluchtloch |
|---|---|---|
| Rand | glatt und deutlich benutzt | oft weniger auffällig |
| Freie Öffnung | meistens gut erkennbar | kann teilweise verdeckt sein |
| Erdaushub | bei neuem Graben möglich | teilweise kaum Aushub |
| Lage | häufig an geschützter Kante | oft zusätzlich versteckt |
| Aktivität | regelmäßiger Laufverkehr | kann seltener genutzt werden |
Gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur direkt auf das zuerst entdeckte Loch zu schauen. Kontrollieren Sie angrenzende Mauerkanten, Pflanzen, Bretter, Schuppenränder sowie geschützte Bereiche auf weitere Öffnungen. Mehrere ähnliche Löcher zusammen mit Laufwegen, Kot oder Nagespuren machen einen aktiven Rattenbau wesentlich wahrscheinlicher.
Woran erkennt man, ob der Rattenbau noch aktiv ist?
Ein aktiver Bau zeigt meist nicht nur ein Erdloch, sondern mehrere zusammenpassende Hinweise. Dazu gehören glatte Eingänge, frischer Erdaushub, festgetretene Laufwege, Kot, Nagespuren und wiederkehrende Aktivität an derselben Stelle. Wanderratten nutzen bevorzugt feste Wege entlang von Mauern, Zäunen und anderen Deckungen, sodass sich diese Routen mit der Zeit deutlich abzeichnen können.
Zur vorsichtigen Kontrolle kann eine verdächtige Öffnung mit etwas losem, ungefährlichem Material wie trockenem Laub oder lockerem Erdreich beobachtbar gemacht werden, ohne sie fest zu verschließen. Wird das Material bei trockenem Wetter innerhalb kurzer Zeit wieder entfernt und die Öffnung freigelegt, spricht dies für eine laufende Nutzung; eine US-amerikanische Wildtierbehörde empfiehlt einen vergleichbaren Test mit lockerem Material. Greifen Sie dabei niemals mit der Hand ins Loch und verwenden Sie keine schweren Steine oder Gegenstände, die Tiere im Bau einschließen könnten.
Weitere Hinweise auf Aktivität sind:
frischer, dunkler Rattenkot,
regelmäßig neue Grabspuren,
deutlich ausgetretene Wechsel,
Fett- oder Schmierspuren an Kanten,
Nagespuren an Holz oder Kunststoff,
Geräusche während der Dämmerung oder Nacht,
wiederholte Sichtungen in derselben Umgebung.
Sollte man einen Rattenbau einfach verschließen?
Ein offensichtlich aktives Rattenloch sollte nicht einfach mit Beton, Steinen oder Erde dauerhaft zugestopft werden. Befinden sich noch Tiere im Gangsystem, können sie versuchen, an anderer Stelle einen neuen Ausgang zu graben, wodurch das Problem lediglich verlagert wird. Sinnvoller ist es, zunächst die Aktivität und das Ausmaß des Befalls zu bestimmen und gleichzeitig die Ursachen zu beseitigen.
Nach erfolgreicher Bekämpfung können nicht mehr genutzte Hohlräume und beschädigte Flächen fachgerecht saniert werden. Besonders bei unterhöhlten Terrassen, Wegen oder Einfahrten sollte geprüft werden, ob der Unterbau abgesackt ist oder seine Tragfähigkeit beeinträchtigt ist; Hinweise zum fachgerechten Aufbau bietet Heimszene im Ratgeber über Verbundsteine und einen stabilen Unterbau. Liegt der Bau unmittelbar an einer Stützwand oder einer Winkelstütze, sollte zusätzlich die Standsicherheit berücksichtigt werden; dazu eignet sich der Heimszene-Ratgeber zum fachgerechten Setzen von L-Steinen.
Auch das Fluten, das Ausräuchern oder das unkontrollierte Einbringen in den Bau sind keine guten Heimwerkerlösungen. Solche Menschen, Haustiere und andere Wildtiere gefährden und beseitigen die Ursachen eines Befalls nicht. Bei einem ausgedehnten Gangsystem oder wiederkehrender Aktivität ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung die sicherere Vorgehensweise.
Was gilt bei einem Rattenbefall in Deutschland?
Das Infektionsschutzgesetz definiert Tiere, die Krankheitserreger auf Menschen übertragen können, als Gesundheitsschädlinge und gewährt den Behörden in § 17 IfSG Befugnisse zur Bekämpfung. Der Paragraph schafft außerdem die Grundlage dafür, dass Länder beziehungsweise zuständige Stellen weitere Vorschriften, einschließlich Anzeigepflichten, erlassen können. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede einzelne Rattensichtung auf jedem Privatgrundstück automatisch aufgrund einer einheitlichen bundesweiten Regelung gemeldet werden muss; die konkrete Pflicht hängt auch vom jeweiligen Landes- und Kommunalrecht ab.
Auf öffentlichen Flächen sollte ein festgestellter Rattenbefall der Stadt- oder Gemeindeverwaltung gemeldet werden, während Eigentümer auf privatem Grund die lokalen Vorgaben prüfen sollten. Die Regeln unterscheiden sich tatsächlich regional: Hamburg verfügt beispielsweise über eigene Vorgaben zur Rattenbekämpfung, und auch andere Länder beziehungsweise Kommunen sehen konkrete Anzeige- oder Bekämpfungspflichten vor. Bei Unsicherheit können das örtliche Gesundheitsamt, das Ordnungsamt oder die Behördennummer 115 Auskunft darüber geben, welche Vorschriften am jeweiligen Wohnort gelten.
Auch beim Einsatz von Rattengift gelten strenge Vorgaben. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass die offene Ausbringung antikoagulanter Fraßköder grundsätzlich untersagt ist und dass die befallsunabhängige Dauerbeköderung in den vergangenen Jahren schrittweise eingeschränkt wurde. Für einzelne Produkte gelten eigene Übergangsfristen, die Sie vor der Anwendung prüfen sollten. Rodentizide sollten deshalb keinesfalls vorsorglich oder frei zugänglich ausgelegt werden, sondern nur entsprechend der jeweiligen Zulassung, der Gebrauchsanweisung und den vorgeschriebenen Risikominderungsmaßnahmen.
So gehen Sie bei einem verdächtigen Rattenbau sinnvoll vor
Fundstelle dokumentieren: Fotografieren Sie die sichtbaren Löcher, bevor Sie etwas verändern.
Nach weiteren Öffnungen suchen: Kontrollieren Sie Mauern, Schuppen, Terrassen, Hecken und andere geschützte
Futterquellen beseitigen: Verschließen Sie Müllbehälter, räumen Sie Tierfutter weg und geben Sie keine Speisereste
Lokale Vorgaben prüfen: Informieren Sie sich bei der Gemeinde, dem Ordnungsamt oder dem Gesundheitsamt über eine mögliche Meldepflicht.
Bei deutlichem Befall Fachleute hinzuziehen: Besonders bei mehreren aktiven Bauelementen oder
Das Umweltbundesamt betont, dass Nahrung, Unterschlupf und geeignete Rückzugsorte entscheidend dafür sind, ob sich Ratten dauerhaft ansiedeln. Deshalb reicht es langfristig nicht aus, lediglich einzelne Tiere oder Löcher zu behandeln. Bei größerem Befall empfiehlt das UBA ausdrücklich, den Rat des örtlichen Gesundheitsamtes oder eines professionellen Schädlingsbekämpfers einzuholen.
Häufige Fehler beim Umgang mit einem Rattenbau
Die Zahl der Eingänge wird häufig unterschätzt, weil nur der auffälligste Zugang bemerkt wird. Ebenso problematisch ist es, sofort mit einer Bekämpfungsmaßnahme zu beginnen, ohne sicher zu wissen, welches Tier die Löcher verursacht hat. Eine kurze systematische Kontrolle verhindert, dass beispielsweise ein Wühlmausgang oder ein vorhandener Hohlraum fälschlicherweise als großer Rattenbau behandelt wird.
Die folgenden Fehler sollten Sie besonders vermeiden.
Nur den ersten sichtbaren Eingang kontrollieren.
in aktives Loch sofort mit einem schweren Stein verschließen.
- Das Geschenk ist
Futterquellen während der Bekämpfung bestehen zu lassen.
Kot mit bloßen Händen anzufassen.
Allein auf Ultraschallgeräte oder vermeintliche Hausmittel zu vertrauen.
Von Ultraschall- und ähnlichen Geräten sollte man sich keine zuverlässige Lösung versprechen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes haben sich Geräte, die Schall, Ultraschall oder elektromagnetische Felder zur Vertreibung von Ratten erzeugen, nach bisherigem Kenntnisstand nicht als wirksam erwiesen. Entscheidend sind stattdessen Ursachenbeseitigung, Zugangskontrolle und, bei einem bestehenden größeren Befall, eine fachgerechte Bekämpfung.
Fazit: Bei einem Rattenbau ist ein sichtbares Loch selten die ganze Geschichte
Ein Rattenbau besitzt in der Regel mehrere Öffnungen, wobei drei bis fünf Eingänge für einen typischen frisch angelegten Wohnbau eine brauchbare fachliche Orientierung darstellen. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Zahl, sondern die Kombination aus Lochgröße, Standort, Laufwegen, Kot, Grabspuren und wiederkehrender Aktivität. Wer weitere Öffnungen systematisch sucht, Futterquellen beseitigt und bei einem größeren Befall frühzeitig fachliche Hilfe in Anspruch nimmt, kann das Problem wesentlich zuverlässiger einschätzen und lösen.
Häufig gestellte Fragen
Hat ein Rattenbau immer mehrere Eingänge?
Ein typischer Wanderrattenfänger besitzt in der Regel mehrere Öffnungen, wobei einfache Systeme zunächst kleiner sein können. Deutsche Fachliteratur beschreibt für einen typischen frisch angelegten Wohnbau häufig drei bis fünf Eingänge, während andere Darstellungen einen Haupteingang und zusätzliche Fluchtlöcher zeigen. Ein einzelnes sichtbares Loch bedeutet deshalb nicht automatisch, dass es unterirdisch keine weiteren Ausgänge gibt.
Können Ratten auch nur ein einziges Loch haben?
Vorübergehend kann nur eine Öffnung sichtbar sein, insbesondere bei einem sehr jungen Bau oder wenn weitere Ausgänge gut verborgen sind. Ratten erweitern ihre Gangsysteme jedoch und können zusätzliche Fluchtmöglichkeiten anlegen. Deshalb sollten Sie bei einem verdächtigen Loch auch immer den angrenzenden geschützten Bereich absuchen.
Wie groß ist der Eingang eines Rattenbaus?
Als praktisch: Orientierungshilfen sind Spalten von etwa fünf bis zehn Zentimetern typisch für Wanderrattenlöcher. Aktive Öffnungen können zusätzlich glatt, frei von Spinnweben und deutlich benutzt wirken. Die Größe allein reicht jedoch nicht für eine sichere Bestimmung aus, weshalb Kot, Laufwege, Nagespuren und der Standort ebenfalls berücksichtigt werden sollten.
Wie erkenne ich ein Fluchtloch der Ratte?
Ein Fluchtloch kann unscheinbarer als der Haupteingang sein und nur wenig oder gar keinen auffälligen Erdaushub aufweisen. Manche dieser Öffnungen liegen versteckt unter Deckung oder sind mit lockerem Material leicht verschlossen. Deshalb sollten Sie besonders unter Pflanzen, unter Brettern und an geschützten Kanten nach weiteren Löchern suchen.
Muss man einen Rattenbau in Deutschland melden?
Eine deutschlandweit identische pauschale Meldepflicht für jede Rattensichtung ergibt sich nicht unmittelbar aus § 17 IfSG. Die Länder und Kommunen können jedoch konkrete Anzeige- und Bekämpfungspflichten festlegen, weshalb die Vorgaben am jeweiligen Wohnort geprüft werden müssen. Bei Befall auf öffentlichem Grund sollten Sie die zuständige Stadt oder Gemeinde informieren, während Mieter einen Befall auf dem Grundstück zusätzlich ihrem Vermieter melden sollten.
Wann darf man die Eingänge eines Rattenbaus schließen?
Die Öffnungen sollten erst dauerhaft verschlossen werden, wenn der Befall beseitigt ist und keine Aktivität mehr feststellbar ist. Andernfalls können verbleibende Tiere neue Ausgänge graben oder andere geschützte Bereiche aufsuchen. Bei einem Bau unmittelbar an Gebäuden, Terrassen oder tragenden Außenanlagen ist eine fachgerechte Kontrolle besonders sinnvoll.
